Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig

Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung
Zentrum für Onkologie und Hämatologie, Wilhelminenspital, Wien

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Merkblatt zur Vorbeugung von Osteonekrose unter Bisphosphonat-Therapie

Neben den bekannten häufig vorkommenden Nebenwirkungen mit Medikamenten aus der Substanzklasse der Bisphosphonate wurde eine zwar seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung dieser Substanzen in dem gehäuften Auftreten von Kieferknochenschädigungen (Kiefer-Osteonekrosen) bekannt. Hierunter versteht man eine Aufweichung und Zerstörung eines Kieferknochens meist nach einem zahnärztlichen Eingriff.

Da es sich bei dieser Nebenwirkung um eine unangenehme und schwierig zu behandelnde Komplikation handelt, sollten Sie ausführlich über die Entstehung und den Charakter dieser Erkrankung Bescheid wissen. Nur auf diese Weise ist eine Vermeidung und eine rasche Erkennung dieser Komplikation möglich.


Osteonekrose
(von griech. osteon = Knochen und nekros = abgestorben) Unter einer Osteonekrose versteht man einen abgestorbenen Knochenbezirk. Verschiedene Ursachen, meistens sind es örtliche Durchblutungsstörungen. Man kann sich in solchen Fällen eine Osteonekrose fast wie eine Art Knocheninfarkt vorstellen.