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Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung |
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Studien bei Patienten mit neudiagnostiziertem Multiplem Myelom
2. Studie: Konventionelle Erstlinientherapie: Thalidomid-Dexamethason versus Melphalan-Prednison
Vergleich einer oralen Behandlung mit Thalidomid-Dexamethason und einer oralen Melphalan-Prednisolon Behandlung.
Phase I
Rationale: Melphalan-Prednisolon gilt als Standardbehandlung. Thalidomid-Dexamethason stellt eine neue wirksame Behandlung dar.
Ziel: Es soll überprüft werden, ob eine Behandlung mit Thalidomid-Prednisolon
- zu gleichwertigen oder besseren Ergebnissen als die Standardbehandlung mit Melphalan-Prednisolon führt
- mit weniger Nebenwirkungen und somit mit besserer Lebensqualität vergesellschaftet ist
Die Studie ist für folgende Patienten geeignet:
Relevante Einschlusskriterien für die Induktionstherapie:
- Multiples Myelom (zwei von drei Ossermann Kriterien müssen erfüllt sein)
- Keine Vorbehandlung
- WHO Performance Status 0,1,2 or 3
- Notwendigkeit einer Behandlung.
- Ausreichende Organfunktion
- Mindestalter 19 Jahre. Kein oberes Alterslimit.
- Behandlung mit Hochdosistherapie nicht möglich
Relevante Ausschlusskriterien:
- Extramedulläres Plasmozytom oder solitäres Plasmozytom
- Gutartige monoklonale Gammopathie, “Smouldering” Myelom, IgM Myelom ohne Osteolysen
- Vorhergehende Behandlung mit Chemotherapeutika, Kortikosteroiden, Immunmodulatoren oder anderen experimentellen Substanzen
- Gebärfähige Frauen
- Stillperiode
- Vorbestehende periphere Polyneuropathie
- Herzinsuffizienz NYHA III, IV
Phase II - Remissionserhaltungstherapie
Rationale: Die eingeleitete Erstlinientherapie führt bei ca. 2/3 der Patienten zu einer Remission, in der die Patienten beschwerdefrei sind. Üblicherweise kommt es nach einer gewissen Zeit (wenige Monate bis Jahre) zu einem neuerlichen Fortschreiten der Erkrankung. Dies soll durch eine Remissionserhaltungsbehandlung hinausgezögert werden.
Ziel: Es soll überprüft werden, ob die Kombination von Interferon mit Thalidomid zu
- längerer Remissionsdauer
- besserer Verträglichkeit führt
Die Studie ist für Patienten geeignet, die den ersten Teil absolviert und eine Remission oder Stabilisierung erreicht haben.
Teilnehmende Zentren
| Personen | Zentrum / Abteilung | Telefon |
|---|---|---|
| Univ.-Prof. Dr. Heinz LUDWIG |
Wilhelminenspital, Wien 1. Medizinische Abteilung mit Onkologie |
01-49150-2101 |
| Univ.-Prof. Dr. Heinz GISSLINGER |
AKH Wien Abteilung für Hämatologie |
01-40400-4409 |
| Univ. Prof. Dr. Johannes DRACH |
AKH Wien Abteilung für Onkologie |
01-40400-4466 |
| OA Dr. Alois LANG |
LKH Feldkirch Abteilung für Innere Medizin |
05522-303-7510 |
| Univ. Prof. Dr. Werner LINKESCH |
Universitätsklinik Graz Abteilung für Hämatologie |
0316-385-4086 |
| Univ. Prof. Dr. Günther GASTL |
Universitätsklinik Innsbruck Abteilung für Hämatologie |
0512-504-4044 |
| OA Dr. Regina REISNER |
Hanuschkrankenhaus, Wien Hämatolog./Onkolog. Zentrum |
01- 91021-2292 |
| Univ. Prof. Dr. Dieter LUTZ |
Aö. KH der Elisabethinen Linz Fadingerstrasse 1 |
0732-7676-4400 |
| Univ.-Doz. Dr. Michael FRIDRIK |
Allgemeines Krankenhaus Linz 1. Med. Abteilung |
0732-7806-6220 |
| Univ.-Prof. Dr. Richard GREIL |
Landeskrankenhaus, Salzburg Onkolog. Abteilung |
0662-4482-2879 |
| Univ.Prof. Dr. Josef THALER |
KH der Barmherzigen Schwestern Wels 3. Interne Abteilung |
07242-415-0 |
| Dr. Harald M. WIMMER | Landeskrankenhaus Villach Medizinische Abteilung |
04242-208-2301 |
| Dr. Richard HAIDINGER | A.ö. Landeskrankenhaus Steyr 2. Med. Abteilung/Onkologie |
07252-880-1550 |
| Univ. Prof. Dr. F. KEIL | LKH Leoben | 03842-401-0 |
Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, Wien, 2004

